Für das Saarland liegen derzeit keine speziellen Ausführungsbestimmungen vor. Es gilt die Din 1986 Teil 30 des Wasserschutzgesetztes.

 

Übersicht der Wasserschutzgebiete im Saarland

Hinweis

Die Inhalte dieser Seite dienen lediglich zu Informationszwecken. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Gewährleistung oder Haftung übernommen. Die Ausführungsbestimmungen zur Überprüfung der Abwasserdichtungen sind kommunal unterschiedlich geregelt. Für verbindliche Angaben wenden Sie sich bitte an die zuständige Gemeinde.

Was wird geprüft?

Generell werden alle im Erdreich verlaufenden Abwasserleitungen geprüft auf:

  • Funktionsfähigkeit der Schächte
  • sichtbare Schäden
  • eindringendes Grundwasser
  • Befahrbarkeit der Leitungen


Die Untersuchung betrifft alle

  • Schmutzwasserleitungen,
  • Mischwasserleitungen,
  • Kontrollschächte und
  • Revisionsöffnungen
  • Klärgruben


auf dem Grundstück.

Betrifft mich die Dichtigkeitsprüfung?

Direkt betroffen sind alle Grundstückseigentümer!

Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet sein Entwässerungssystem so zu betreiben, dass von ihm keine Gefahr für das Allgemeinwohl ausgeht. Dazu muss er innerhalb einer vorgeschriebenen Frist, seine Abwasserleitungen von qualifiziertem Fachpersonal auf Funktionalität und Dichtheit überprüfen lassen.

Mieter sind nur indirekt betroffen!

Mieter müssen der vom Eigentümer/Vermieter engagierten Firma lediglich Zugang zu Abwasserleitungen auf dem Grundstück und im Gebäude gewähren. Er muss damit rechnen, dass es während des Prüfzeitraumes zu Einschränkungen bei der Nutzung allen abwasserproduzierenden Geräten kommt.

Gesetzliche Grundlagen der Dichtigkeitsprüfung

DIN 1986 - Teil 30

Abwasserleitungen müssen dicht sein, damit die darin enthaltenen Substanzen das Erdreich und das Grundwasser durch Undichtigkeiten nicht verunreinigen. Der Gesetzgeber beschließt mit der DIN 1986- Teil 30 "Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke - Instandhaltung", dass Grundstücksentwässerungsleitungen, Schächte, Abwassersammelgruben und Kleinkläranlagen von privaten Grundstücken bis zum 31.12.2015 auf Dichtheit zu überprüfen sind. Festgestellte Mängel müssen nach dem neusten Stand der Technik von Fachfirmen behoben werden.

Dichtigkeit muss von entsprechendem Fachpersonal entweder mit einer optischen Untersuchung oder einer Druckbeschlagung mit Wasser oder Luft geprüft werden.

Unterschiede

Je nach Art und Lage der Leitungen können sich die Einzelheiten und Überprüfungszeiträume jedoch von der DIN 1986 - Teil 30 unterscheiden. Bitte informieren Sie sich hierzu bei uns auf den entsprechenden Seiten zu Ihrem Bundesland und zu den verschiedenen Prüfzeiträumen in Wasserschutzgebieten.

Beugen Sie Wurzeleinwuchs rechtzeitig vor

Ursachen und Konsequenzen

Das Wurzelwerk der Pflanzen sucht sich in aller Regel seinen Weg in Richtung Wasser. Abwasserleitungen, deren Muffenverbindungen nicht korrekt angebracht sind, werden auf die Dauer von Wurzeln durchdrungen. So kommt es schnell zu Undichtigkeiten im Entwässerungssystem, die sich nur kostenintensiv reparieren lassen.

Vorbeugen

Damit es gar nicht soweit kommt, sollte man bei der Planung der Grünfläche eines Grundstücks auf folgendes achten:

    * Bäume und Sträucher nicht über die Abwasserleitungen bzw. die Kanalisation pflanzen
    * 1,5 bis 2 Meter Abstand zwischen Pflanze und Verlauf des Entwässerungssystems
    * vorsorglich für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgen, damit auch "Flachwurzler" keinen Grund haben, sich weiter im Erdreich auszubreiten
    * unbedenkliche Pflanzen sind Rasen und Blumen-Stauden (einschließlich Blumenzwiebeln)

Schäden beheben


Sind Wurzeln erst einmal eingewachsen, kann man sie auffräsen lassen oder neuerlichem Wachstum sicher und beständig mit einer Inliners- oder Kurzlinersanierung vorbeugen.

Ablauf der optischen Dichtigkeitsprüfung

Reinigung

Vor dem Beginn der Prüfung werden die Grund- und Anschlussleitungen mithilfe einer Hochdruck-Spüldüse, die über einen Schacht oder über eine Revisionsklappe in die Leitung eingeführt wird, gründlich gereinigt.

Optische Inspektion

Anschließend wird in die zu inspizierende Leitung eine ferngesteuerte, abbiege fähige Schiebekamera eingelassen. Der Inspekteur verfolgt den Lauf der Kamera durch das Abwassersystem über einen Monitor und kann so eventuell vorhandene Risse und Schäden sofort feststellen.
In manchen Fällen werden auch "Kanal-Spüldüsen mit Kameraauge" eingesetzt. Diese hydraulische Kameras, können die Leitungen im selben Arbeitsgang säubern und untersuchen.
Die hochauflösenden Videoaufnahmen der Kamera werden auf CD oder DVD aufgezeichnet und noch einmal begutachtet.
Schächte werden durch Inaugenscheinnahme auf Schäden geprüft, fotografiert und die Ergebnisse in einem Untersuchungsprotokoll festgehalten.

Dokumentation

Zu der Dichtigkeitsprüfung gehört auch eine vollständige Dokumentation. Diese beinhaltet:

  • schriftlicher Dichtheitszertifikat,
  • Untersuchungsvideos auf CD oder DVD,
  • Bestandslageplan,
  • Fotos der Einzelschäden,
  • Untersuchungsprotokolle der Rohre, Kanäle und Schächte