Anfrage

Rohr- und Kanalsanierung in geschlossener Bauweise

Verfahren

Bei der Sanierung in geschlossener Bauweisse entfällt das Aufgraben des Grundstückes. Dafür können jedoch nur kleinere Schäden behoben werden und auch nur, wenn die Leitung noch stabil ist.
Über die Reinigungsleitung, die sich oft im Keller befindet, wird beim Inliner-Verfahren ein spezieller Schlauch in die rissige Abflussleitung eingezogen, um später die neue Innenwand des Abflussrohres zu bilden.

Vorteile:    

  • Baumaßnahmen nehmen wenig Zeit in Anspruch (1/2 Tag pro Leitung)
  • günstiger gegenüber der offenen Bauweise
  • Grundstücksoberfläche wird nicht beschädigt

Nachteile:   

  • sehr zeitintensiv
  • nur geringe Schäden(Risse, Scherben) sind behandelbar
  • Inlinerverfahren kann nur angewandt werden wenn ein Rohrdurchmesser von mindestens 10 cm gewährleistet ist

 

Kombination der Sanierungsverfahren

Selten kommt bei der Sanierung der Abwassersysteme nur ein Verfahren zur Anwendung, da Leitungsschäden oft über das Grundstück verteilt und nicht mit einer Bauweise zu beheben sind. In der Kombination von offener und geschlossener Bauweise lassen sich komplette Entwässerungsanlagen sanieren.

Sanierung mit dem Flutungsverfahren

Allgemein

Das Flutungsverfahren ist eine neue Methode der Sanierung bei Abwasserleitungen und eignet sich bei der Abdichtung von Rissen und kleineren Schäden. Diese innovative Praktik hat den Vorteil von geringem Zeitaufwand und hinterlässt durch die geschlossene Bauweise keine Narben auf der Grundstücksfläche.
Trotzdem gibt es noch ungeklärte Fragen. So sind Dauerhaftigkeit und Umweltverträglichkeit bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig geklärt. Bislang wurden aber keine giftigen Stoffe in den Chemikalien nachgewiesen, so dass das Flutungsverfahren in Deutschland mittlerweile von etwa 80 Sanierungsfirmen angeboten wird.

Durchführung

Das undichte Rohr wird zunächst erneut gereinigt. Anschließend flutet man es mit eine Chemikalie, die sich durch den hydrostatischen Druck an den defekten Stellen sammelt und sich im umliegenden Erdreich ansetzt. Die Chemikalie wird nun abgepumpt und eine zweite wird ins Rohr geleitet. In Verbindung mit der ersten, die sich nun nur noch an den Schadstellen befindet, verhärtet sich die Mischung zu einer Art festen Gesteins, das sich im Erdreich bildet, die Leitung abdichtet und den Austritt von Abwasser verhindert.

Zusätzliche Wasserdichtigkeitsprüfung

Fehlerfrei prüfen

Der Gesetzgeber schreibt eine optische Dichtheitsprüfung zum Nachweis der Funktionalität des Entwässerungssystems der Grundstücke vor.
Es zeigt sich jedoch häufig, dass diese Methode recht ungenau ist und leicht, selbst große Mängel, vom Fachpersonal übersehen werden. Wer sicher gehen will, dass sein Abwassersystem fehlerfrei funktioniert, sollte eine zusätzliche Prüfung durch Druckbeschlagung mit Wasser oder Luft durchführen lassen. Dies ist zudem notwendig, wenn Teile des Leitungsnetztes mit der Kamera nicht zu erreichen sind.
Eine solche Dichtheitsprüfung ist aber vor allem bei der Erstprüfung sinnvoll, um eventuelle Schadstellen rechtzeitig feststellen zu können.

Vorgehensweise

Das Prinzip dieses Prüfvorgangs ist recht simpel:

Das Netz wird an seinem tiefsten Punkt mit einer pneumatischen Rohrblase druckdicht verschlossen. Anschließend leitet man Wasser( oder Luft) in den zu überprüfenden Leitungsabschnitt oder in das gesamte Netz. Ist ein konstanter Wasserpegel erreicht, beginnt die 15-minütige Prüfphase, in der Wasser, das während des Vorgangs austritt, nachgegossen und der Wasserzugabewert exakt festgehalten wird. Überschreitet dieser Wert die zuvor festgelegte erlaubte Grenze oder wird gar kein stabiler Wasserstand erreicht, gilt die Leitung als undicht und muss saniert werden.

Antworten zur Dichtigkeitsprüfung

Schmutzwasser, das aus undichten Entwässerungssystemen der privaten Haushalte und Fabriken austritt, gefährdet zunehmend das Grundwasser und unseren Lebensraum. Um dieser schädlichen Entwicklung vorzubeugen hat der Gesetzgeber in DIN 1986-30 eine Dichtigkeitsprüfung der Entwässerungssysteme aller Grundstücke angeordnet und verpflichtet die Bürger undichte Abwasserleitungen binnen einer bestimmten Frist sanieren zu lassen.

Was das für den Einzelnen bedeutet ist den meisten bis jetzt unklar und sorgt für Missmut bei den Betroffenen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie all Ihre Fragen zum Thema Dichtigkeitprüfung beantwortet.

Kosten der Sanierung

Abhängikeit der Kosten

Vorab lässt sich keine Aussage zur Höhe der Sanierungskosten treffen, da diese extrem variieren und abhängig sind von:

  • Länge und Verlauf der Leitungen
  • Verzweigungsgrad der Abwasserleitungen
  • Zugänglichkeit für Bauarbeiten
  • Art der Schäden
  • Außmaß der Schäden


Kosten schwanken stark

So bewegen sich die Kosten bei einem Grundstück in einer Spannweite von 1000 bis 6000 Euro. Man muss jedoch damit rechnen, dass diese Werte bis zu 30% schwanken können. Das hängt zum einen von regionalen Unterschieden als auch davon ab, wann man eine Sanierung vornehmen lässt. Kurz vor Ablauf der Prüffrist werden die Preise, aufgrund der großen Nachfrage sicherlich ansteigen.